Gedenkbündnis Bad Nenndorf: Wie konnten wir die Gegner nur so unterschätzen?

Banner zum Bewerben vom Trauermarsch 2009 in Bad NenndorfWie konnten wir die Gegner nur so unterschätzen?

Wir konnten wieder gespannt die Zeitung aufschlagen und wurden selbstverständlich nicht enttäuscht! Wirklich keine guten Nachrichten in diesem Fall. In diesem Jahr wir es langsam echt gefährlich für den Trauermarsch zum britischen Folterlager Wincklerbad. Wie konnten wir nur unsere Gegner so unterschätzen? Das war wohl echt ein großer Fehler von uns…

Das Wundermittel gegen Trauermarsch ist nun endlich gefunden. Das sich alle bisherigen Vorschläge als untauglich erweisen ist kein Geheimnis. Doch ganz schlaue Leute hatten jetzt scheinbar eine gute Idee: „Kein Bier für Nazis!“ Ja, richtig gelesen und drei mal laut gelacht: „HA, HA, HA!“

Scheinbar hatte sich der Moderator der Versager-Veranstaltung gegen Rechtsextremismus selbst ein paar Biere und Schnäpse zu viel genehmigt. Bevor er seine Schnapsidee öffentlich machte, dachte er dann noch schnell an die letzte DGB-Demo und das dort anwesende Pöbel-Punker-Biertrinker-Demonstranten-Pack brachte den entscheidenden Einfall!

„Unter dem Motto „Kein Bier für Nazis“ sollte die gesamte Stadt sich den rechten Demonstranten verweigern. ‘Dann kommen sie im nächsten Jahr nicht wieder nach Bad Nenndorf’, wagte er zu hoffen“, heißt es dazu in der Schaumburger Zeitung. Nur mit Hoffen kommt ihr da nicht weiter, außerdemgibt es bei uns kein Bier auf dem Trauermarsch, siehe Verhaltenshinweise.

Nun aber nicht genug, denn man könne „sich vorstellen, dass zum Nazi-Aufmarsch in Bad Nenndorf Geschäftsleute, Taxifahrer und sonstige Dienstleister sich weigern, die Rechtsextremen zu bedienen“, heißt es weiter. Das war jetzt aber mal eine bessere Idee. Aber warum wird der Trauermarsch eigentlich immer mit den Gegenveranstaltungen verwechselt? Wir haben es nicht nötig unsere Teilnehmer mit Freibier und Einkaufsgutscheinen zu locken… Hilft also auch nichts.

Also halten wir es noch einmal fest: Einkaufen dürfen wir in Bad Nenndorf nun scheinbar auch nicht mehr und mit dem Taxi zum Wincklerbad ist auch nicht mehr drin…! Vielleicht plant man im nächsten Jahr gar die Sonne zu verdunkeln, damit es im Jahr 2010 nicht zum 5. mal in Folge einen erfolgreichen Trauermarsch und eine weitere große Niederlage für die Versagerinitiativen gibt…

Quelle:

Gedenkbündnis Bad Nenndorf

Eine Antwort

  1. Und wie würden die Gutmenschen mich als Rechtsextremisten bestrafen? Ich rauche nicht, trinke keinen Alkohol und Taxifahrten sind für mich nicht finanzierbar. Ach so, ich bin garkein Rechtsextremist. Das ich da nicht sofort drauf gekommen bin.

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